Blutdruckmessgerät – einfache Handhabung ist wichtig

Blutdruckmessgerät - einfache Handhabung ist wichtigKennen Sie eigentlich Ihre Blutdruckwerte? Oder gehören Sie zu den Menschen, die nur alle Jubeljahre einmal den Blutdruck messen lassen, wenn sie zufällig beim Arzt sind? Nun, nicht nur, wenn eine Herz-Kreislauf-Erkrankung besteht, sollte man seinen Blutdruck im Auge. Für Sportler ist es eine Selbstverständlichkeit. Andere möchten einfach nur wissen, was in ihrem Körper vor sich geht. Tatsache ist, dass es nicht schaden kann zu wissen, was unser Körper so anstellt. Doch sollte man einiges beachten, wenn man sich für die heimische Blutdrucküberprüfung entscheidet.

Das Blutdrucktagebuch

Ja, man sollte sich tatsächlich eine kleine Kladde, ein kleines Notizbuch besorgen, indem die entsprechenden Daten aufgeschrieben werden können. Sicherlich gibt es in den heutigen Blutdruckgeräten für den heimischen Gebrauch einen Datenspeicher. Dieser ist aber meist relativ klein und kann keinen umfassenden Überblick geben, wenn die Daten tatsächlich einmal beim Arzt vorgelegt werden müssten. Folgende Daten gilt es, im Blutdrucktagebuch zu erfassen:
  • Datum und Uhrzeit
  • Gemessener Blutdruck gemäß Anzeige des Gerätes
  • eventuelle vorherige Geschehnisse, etwa Sport getrieben, schlechte Nachricht erhalten oder ähnliches
Ebenso sollte, falls bereits eine Medikation hinsichtlich eines diagnostizierten hohen Blutdrucks besteht, diese vermerkt sein. Auch eine Änderung in der Zusammenstellung der Präparate ist stets einzutragen. So kann sich auch ein fremder Arzt sofort einen Überblick verschaffen. Damit dieses Blutdrucktagebuch auch tatsächlich Sinn macht, sollte man es immer mit sich führen, auch im Urlaub.

Was gibt es zu beachten, wenn ich selber den Blutdruck messe?

Es handelt sich hierbei um die normale, tägliche Blutdruckmessung. In akuten Situationen oder direkt nach dem Sport finden die folgenden Tipps keine Anwendung.
  • Am besten wird sich ein Platz am Küchentisch gesucht, auf dem das Gerät sicher aufgestellt werden kann.
  • Direkt vor dem Blutdruckmessen sollte nichts gegessen oder getrunken werden. Auch die morgendlichen Medikamente sollten erst nach dem Messen eingenommen werden. Es ist daher empfehlenswert, die Blutdruckmessung immer direkt nach dem Aufstehen vorzunehmen.
  • Wichtig ist, dass der Arm, an dem gemessen wird, sich ungefähr auf Herzhöhe befindet. Er darf nicht durchgestreckt werden, da die dadurch entstehende Muskelspannung das Ergebnis verfälschen würde. Handelt es sich um ein Blutdruckmessgerät, das am Handgelenk misst, muss der Arm übrigens auf Herzhöhe angehoben werden. Es wird grundsätzlich immer am gleichen Arm gemessen. Entscheiden Sie sich also, ob Sie rechts- oder linksseitig messen wollen.
  • Ist die Manschette am Oberarm korrekt angelegt (die Anleitung haben Sie sich natürlich durchgelesen, nicht wahr?), genügt es, den Startknopf zu drücken, damit die Blutmessung beginnen kann. Per Signal wird bestätigt, dass die Messung erfolgreich gewesen ist.
  • Die Daten können nun abgelesen werden. Gleichzeitig werden sie im Kurzzeitspeicher hinterlegt, sodass man sie auch erneut abrufen kann.
Es hört sich einfach an und ist auch einfach. Auf eines ist jedoch noch zu achten: Beim Blutdruckmessen wird nicht geredet, nicht gesungen. Sollte es zum Husten kommen, kann es sein, dass das Gerät eine Fehlermeldung gibt und der Vorgang wiederholt werden muss.

Welche unterschiedlichen Modelle gibt  es zur Zeit für den Heimgebrauch?

Es ist zu unterscheiden zwischen einem Handgelenk-Gerät und einem Oberarmgerät. Beide Geräte sind für den heimischen Gebrauch ausgelegt, sodass sie derart konzipiert sind, dass ihre Anwendung einfach gestaltet ist. Fragt man die Ärzteschaft, würde man die Empfehlung erhalten, sich ein Blutdruckgerät anzuschaffen, dass am Oberarm misst. Denn die dortigen Messergebnisse sollen, so die Fachärzte, genauer sein als die Messergebnisse des Handgelenkes. Da die Abweichungen aber nicht so groß sind, geben beide Geräte adäquate Messungen ab. Ausreichend um einen guten Überblick über die individuelle Situation zu erhalten. Fragt man die Anwender, die bereits ein Blutdruckmessgerät für den heimischen Gebrauch besitzen, wird man eine einhellige Antwort erhalten: Es ist nicht wichtig, wo das Gerät den Blutdruck misst. Wichtig ist nur, dass man gut damit umgehen kann. Eine Aussage, der man vermutlich nichts mehr hinzufügen muss. So ist es sinnvoll, sich das Gerät in einem Fachgeschäft zu kaufen, in dem eine Beratung und eine kleine Anwendungsdemonstration möglich ist. So kann man vor dem Kauf sagen, mit welchem Gerät man sich sicher in der Anwendung fühlt. Wir wissen alle, dass die Daten, die man zu Hause misst, nicht mit einer medizinischen Messung beim Arzt, im Krankenhaus oder von der Gemeindeschwester bei der morgendliche Visite zu Hause erhalten wird. Es geht ja auch nur um einen ungefähren Überblick, der dennoch eine gute Aussagekraft hat.

Und was ist, wenn der Blutdruck auffällig ist?

Sollte der Blutdruck für eine oder mehrere Messungen über den durchschnittlichen Werten liegen, sich danach aber wieder im Normalbereich einpendeln, ist alles in Ordnung. Es gibt immer wieder einmal Situationen, in denen das Herz-Kreislauf-System stärker arbeiten muss. Bleiben die Werte auf dem hohen Level, sollte der Arzt eingeschaltet werden. Neben der Überwachung durch den Arzt gibt es noch einige kleine Dinge, die man selber in der Hand hat, um den Blutdruck dauerhaft zu senken.
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht. Jedes Kilogramm Übergewicht bedeutet eine Belastung des Herz-Kreislauf-Systems. Wurde ein Bluthochdruck diagnostiziert, ist der erste Schritt nach Möglichkeit immer das Verlieren von Gewicht.
  • Achten Sie ebenfalls auf ein seelisches Gleichgewicht. Stress, insbesondere dauerhafter Stress, kann und wird sich immer negativ auf den Blutdruck auswirken. So kann es sinnvoll sein, seinen Alltag zu entschleunigen. Für den beruflichen Alltag kann es von Nutzen sein, mehrere kleinen Pausen über den Tag zu verteilen, anstatt ein oder zwei Mal eine längere Pause einzulegen. Im Zweifelsfall sprechen Sie dies mit dem Chef ab, damit es keinen Ärger aufgrund der anscheinend vermehrten Pausen gibt.
  • Gewöhnen Sie sich an, sich sportlich zu betätigen oder zumindest mehr Bewegung in den Tag zu bringen. Nutzen Sie die Treppen anstelle des Fahrstuhles. Wenn möglich, lassen Sie das Auto stehen und fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit.
  • Gewöhnen Sie sich das Rauchen ganz und das Verzehren von Alkohol weitestgehend ab. Sicherlich ist ein Schlückchen zu besonderen Anlässen genehmigt. Aber dabei sollte es auch bleiben. Außer vielleicht zum Backen...
  • Verringern Sie Ihren Salzkonsum.
  • Fleisch schmeckt gut – richtig. Aber man benötigt es nicht jeden Tag. Steigern Sie Ihren Nahrungsanteil an Obst und Gemüse und verringern Sie den Fleischanteil. Ihr Körper wird es Ihnen in mehrfacher Hinsicht danken.
Wird all dies beachtet, wird Ihr Gewicht ebenso automatisch verringert, wie sich Ihr Blutdruck auf einem akzeptablen Niveau einpendeln wird. Wie gut, dass mit dem Blutdruckmessgerät der Blutdruck täglich überprüft werden kann, nicht wahr?